
Das musikalische Erbe Glenn Millers dauert bis heute an. Im Jahre 1978 begann der Orchesterleiter Wil Salden mit seinen Glenn-Miller-Studien. Wil Salden übernahm das Patentrezept von Glenn Miller: „Es ist der Traum eines jeden Bandleaders oder Arrangeurs, einen neuen Sound zu kreieren, der schon nach den ersten Takten erkennbar ist.” Diesen kleinen Geniestreich übernahm Wil Salden beim Aufbau seines Orchestras. Hier basiert der typische Sound auf zwei Altsaxophonen, zwei Tenorsaxophonen und einer Klarinette. Dem Gerücht nach soll der Miller-Sound per Zufall entstanden sein. Während eines Auftritts soll sich der erste Trompeter an der Lippe verletzt haben , so dass die Klarinette die Trompetenstimme übernehmen musste – der Miller-Sound war geboren. Wil Salden: „ Bei uns spielt – wie bei Glenn Miller – die Klarinette die erste Stimme und wird eine Oktave tiefer vom zweiten Tenorsaxophon begleitet. Die Begleitung wird von zwei Altsaxophonen und dem ersten Tenorsaxophon übernommen. Sie bleibt innerhalb der Oktave zwischen der Klarinette und dem zweiten Tenorsaxophon. Da die führende Klarinette über das Altsaxophon dominiert, wirkt die Saxophongruppe um eine halbe Oktave erhöht. So wird es möglich, die Bläserfiguren unterhalb der Saxophongruppe zu spielen.”
Wil Salden ist ein Perfektionist und verlangt auch Perfektion von jedem Mitglied seines Orchestras. Sein Orchestra wurde behutsam aufgebaut und ist durch viele Tourneen, Rundfunk- und Fernsehverpflichtungen eines der weltweit gefragtesten Orchestras. Besonders gepflegt wird die Präsentation des Repertoires auf der Bühne. Hier sollen die 40er Jahre wieder aufleben. Die Gesangspassagen der Sängerin, der Moonlight Serenaders, die lockere Moderation von Wil Salden sowie das Können eines jeden Bandmitgliedes und natürlich nicht zuletzt der Bandleader selbst sprechen für den Erfolg des Glenn Miller Orchestras.